Joseph  Haydn

Hob.I: 105 "Concertante"

 
Sinfoniedaten
Ordnung nach Hoboken
Hob.I: 105
Chonologische Ordnung
100
Tonart
B-Dur
Titel
"Concertante"
Periode
7 Sinfonien der ersten Londonreise 1791/1792
Kompositionsdatum
London 1792, UA 09.03. 1792
Auftraggeber
Johann Peter Salomon
Anzahl der Sätze
3
Echtheitsbeleg
Autograph
Partitur-Ausgabe

Concertante
Herausgeber: Sonja Gerlach; Reihe II; G. Henle Verlag München

Hob.I:105 Symphonie in D-Dur Sinfonia concertante
Dieses ursprünglich als “Concertante” oder “Sinfonia concertante” bezeichnete Werk weist eine eigenartige Besetzung auf: Vier Soloinstrumente (Oboe, Fagott, Violine, Violoncello) und Orchester. Es stellt also eigentlich ein Quadrupelkonzert dar. Haydn schrieb dieses Stück 1792, während seines ersten England-Aufenthaltes, für die zweite Saison der sog. Salomon-Konzerte. Der Anlass dazu dürfte folgender gewesen sein: Joseph Haydn war bereits für das Konzertunternehmen des Violinisten Johann Peter Salomon verpflichtet. Das Konkurrenzunternehmen zu den Salomon-Konzerten, die “Professional Concerts” unter der Leitung des Geigers Wilhelm Cramer, hatte, nachdem es nicht gelungen war, Haydn selbst zu gewinnen, dessen ehemaligen Schüler Ignaz Pleyel als Komponisten verpflichtet. Dieser hatte Ende Februar 1792 im Rahmen der “Professional Concerts” eine “Sinfonia concertante” für sechs Soloinstrumente und Orchester uraufgeführt, eine musikalische Form, die zu dieser Zeit in Paris, der Wirkungsstätte Pleyels, sehr populär war. Haydn dürfte also von Salomon, dem auch der Soloviolinpart zugedacht war, die Komposition eines “Gegenstücks” nahegelegt worden sein.
Haydn gelingt es mit diesem Werk, die Formen des älteren Concerto grosso, des modernen Instrumentalkonzerts und der Symphonie miteinander zu verschmelzen. Im ersten Satz z.B. wächst das Soloquartett sozusagen aus dem Orchester-Tutti heraus; auch im zweiten Satz wird die traditionelle Trennung in Solopartien und Orchesterritornelle soweit umgangen, dass es sich hierbei eher um ein selbständiges Stück Kammermusik (mit sparsamer Unterstützung des Orchesters) zu handeln scheint als um ein Instrumentalkonzert. Das “Kehraus”-Finale erweitert sich durch Rezitative der Solovioline geradezu zu einer imaginären Opernszene.

Analyse

 
Analyse der Sätze
1. Satz
2. Satz
3. Satz

Musiker

 
Musiker

Anders als etwa bei den Opern lassen sich bei den Sinfonien, auf Grund ihrer unklaren zeitlichen Zuordnung, vollständige Besetzungs- bzw. Namenslisten der Orchestermusiker nicht anführen. Und es ist überhaupt nur bei einer der drei „Sinfonie-Schaffens-Phasen“ möglich, nämlich der mittleren Phase, jener am Hofe der Esterházys (1761-1781 letzte Sinfonie für das Esterház-Publikum) respektive 1790). Bei der ersten Phase, im Dienste des Grafen Morzin, also vor Esterházy (1757-1761) und der dritten Phase, jener danach (1782-1795) ist es überhaupt nicht möglich. Im Übrigen lässt sich die dritte Phase wiederum in drei Abschnitte gliedern: Jenen, in dem Haydn erstmals für ein „anderes“ Publikum als seines am Hofe Esterház komponierte (1782-1784), den Pariser Sinfonien (1785-1786) und den Londoner Sinfonien bis (1791-1795).

Leitung
Johann Peter Salomon
Orchestrierung
Vl|Vc|Ob|Fa - 1|1|0|0 - 2|2| - 1 - Str.
Besetzung Orchester
Vl|Vc|Ob|Fa - 1|1|0|0 - 2|2| - 1 - Str.

Medien

 
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Anatol Dorati

Joseph Haydn
The Symphonies
Philharmonia Hungarica
33 CDs, aufgenommen 1970 bis 1974, herausgegeben 1996 Decca (Universal)

1. Satz
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